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 KUNST
Q The Magazine
Der begeisterte Ausruf: „Ein Gesicht wie gemalt!“ ist hier weit mehr als ein Symbol für die Schönheit. Es ist zugleich die pure Wahrheit, die Richard Phillips in einer Ausstellung in Zürich präsentierte. Denn die gemalten Portraits der Superstars der Filmbranche, sind von unglaublicher Realität und Eindringlichkeit.
Ist das gemalte Bild schöner oder gar ausdrucksstärker als die Realität? Das mag sich der Betrachter der 12 ausgestellten Pastelle in der Galerie Gmurzynska an Zürichs Paradeplatz gefragt haben, inmitten der gemalten Superstars, die den Betrachter intensiv anblicken. Es sind faszinierend echte Blicke von Gesichtern, die die Filmwelt geprägt haben. Zwölf namhafte Schauspieler, Nominierte und Preisträger, verewigt auf Phillips Port- räts. Richard Phillips zeigte diese Meisterwerke in sei- ner ersten Einzelausstellung in Zürich nach mehr als 24 Jahren. Thema der „Best Picture“ Ausstellung sind
   Filmstars, die in 2024 für wichtige Filmpreise nominiert wurden. Es konnten Schauspieler wie Emily Blunt, Margot Robbie, Bradley Cooper und Cillian Murphy durch das Auge und die Interpretation des Künstlers erlebt werden. Phillips ist bekannt dafür, Themen wie Sexualität, Politik und Prominenz in ihrer Darstellung in den Massenmedien zu beleuchten. Seine Kunstwerke können in Museen wie dem Museum of Modern Art, dem Whitney Museum of American Art in New York oder auch in der Tate Modern in London bewundert werden. Nun reiht sich auch Zürich in die Reihe der grossen Namen. Eröffnet wurde die Ausstellung an- lässlich des „Zurich Film Festivals“ am 04. Oktober 2024. Mit dabei: namhafte Gäste wie Hollywood Star James Franco sowie die Schauspielerinnen Embeth Davidtz und Marie Mouté. Vom „Zurich Film Festival“ waren u.a. der Präsident Roger Crotti und Artistic Di- rector Dr. Christian Junger dabei. Auch Gäste wie CEO der Artist International Group David Unger, Monisha Kaltenborn und Alissee Matta, die Tochter von Robert und Zoe Matta durften Phillips Porträts zur Eröffnung bestaunen. Die Galerie selbst wurde von Krystyna Gmurzynska, Mathias Rastorfer, Isabelle Bscher und Lucas Bscher vertreten. Fehlen durfte natürlich auch nicht der Künstler selbst: Richard Phillips reiste für die- sen Anlass eigens aus New York an.
Phillips Ausstellung stellt nicht nur die „2024 Nominees“ dar. Es ist eine Rückkehr zu einer ikoni- schen Serie. 2010 gab es schon einmal eine starbesetzte
Ausstellungseröffnung in der White Cube Galerie in London. Unter dem Titel „Most wanted“ präsentierte Phillips den Prominentenwahnsinn der Paparazzi-Ära in den 2000er Jahren. Mit der damaligen Serie setzte Philipps ein Zeichen, um den Platz die Malerei in einer Kultur, die von Hunger nach persönlichen Details und gestohlenen Bildern geprägt war, zu definieren. Back to the Roots – für „The Wrap“, das renommierte Branchen- magazin Film- und Unterhaltungsindustrie stimmte der Künstler zu, diese Serie wieder aufleben zu lassen.
Die „2024 Nominees“ waren nicht nur in der Galerie zu sehen, sondern erscheinen auch als gedrucktes Folioband Exemplar.
Richard Phillips erstellt technisch meisterhafte Porträts von Promi- nenten, die 2024 für bedeutende Filmpreise nominiert wurden, wie Leonardo DiCaprio, Carey Mulligan, Cillian Murphy, Lily Gladstone, Ryan Gosling, Bradley Cooper und Emily Blunt.
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