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fer werden die Beeren grün und unreif geerntet und anschließend über mehrere Wochen in der Sonne ge- trocknet, bis sie sich schwarz verfärben. Weißer Kampot Pfeffer wird aus der voll ausgereiften roten Pfefferbeere gewonnen, deren inneres Samenkorn durch ein Wasser- bad aus der Fruchtschale gelöst wird. Für fermentierten Kampot Pfeffer werden die Pfefferbeeren mit Meersalz getrocknet und regelmäßig gewendet.
Kampot Pfeffer ist als Topping vielfältig einsetz- bar und bildet den perfekten Finisher für unzählige Gerichte. Der Weiße passt durch seine Zitrusnote gut zu Geflügel oder Fisch. Fermentierter und schwarzer Kampot Pfeffer eignet sich für Steak und Gemüse, wo- hingegen der Rote ein beliebter Begleiter von Desserts und Obst ist. In der Deutschen Küche verwendet man den Grünen Kampot Pfeffer gerne in Pfefferrahmsoßen, die zum Schnitzel oder Steak gereicht wird. In Frank- reich ist die Pfeffercremesuppe eine äußerst beliebte Vorspeise und in Südostasien ziert der Grüne Kampot Pfeffer traditionelle Wokgerichte. Wer jetzt jedoch denkt, dass Pfeffer nur in herzhaften Speisen seinen Platz findet, der hat noch nie eine richtig gute, italieni- sche Erdbeer-Mascarpone probiert. Denn auch auf die- ser findet man tatsächlich Grünen Kampot Pfeffer – wo er auch süßen Nachspeisen den berühmten Pfeffer- Pepp verpasst.
Zahlreiche Sprichwörter ranken sich um das viel- leicht bekannteste Gewürz der Welt wie: „da legt der Hase im Pfeffer“ oder „das muss man Aufpeppen“ „Jemandem Pfeffer geben“, im Sinne von: „Jemandem neuen Schwung geben“. Pfeffer steht symbolisch für Intensität, begeistert mit seinen vielfältigen Varianten und galt im mittelalterlichen Europa sogar als Luxus- gut. Es zeigt uns eines: Pfeffer ist aus unserem Le- bensalltag nicht mehr wegzudenken, und wenn das so ist, dann darf es auch der Beste sein.
Fotos © Hennes' Finest Pfeffer-Boutique. Gewürze und Feinkost www.hennesfinest.com
Kampot Pfeffer – das Gold Kambodschas! Seine würzige Schärfe, gepaart mit einer überraschenden Süße, macht ihn zur Lieblingszutat von Spitzenköchen weltweit. Pfeffer ist seit über 40000 Jahren bekannt und damit eines der ältesten Gewürze der Welt. Sei es in der Sterneküche oder am heimischen Herd, Pfeffer ist nicht wegzudenken! Sein Ursprung ist indisch und dennoch hat der Kampot Pfeffer, aus der Region Kambodschas, allen Pfeffersorten den Rang abgelaufen.
Er ist – genau wie Champagner oder Parma- Schinken – durch seine geo- grafische Angabe geschützt. Nur Pfeffer mit dieser Herkunft darf auch als Kampot Pfeffer be- zeichnet werden. Was die Region so besonders macht, sind ihre spezi- fischen klimatischen Bedingungen, die einen optimalen Anbau ermögli- chen: fruchtbare Böden, tropisches Klima und die unmittelbare Nähe zum Meer. Sie verleihen dem Kampot Pfeffer nicht zuletzt auch seinen charakteristischen, einzigartigen und viel- fältigen Geschmack. Es gibt vier verschiedene Sorten von Kampot Pfeffer. Schwarzer Kampot Pfeffer hat ein intensives, fruchtiges Aroma mit einer leichten Note von Minze und Eukalyptus. Roter Kampot Pfeffer schmeckt süßlich-fruchtig und erinnert an Beeren. Weißer Kampot Pfeffer kombiniert milde Schärfe mit einer leichten Zitrusnote. Und dann gibt es noch fer- mentierten Kampot Pfeffer, der salzig bis süß-pfeffrig
schmeckt.
Aber woher hat Kampot Pfeffer seine unver-
gleichbare, puristische Qualität? Sie entsteht unter an- derem durch traditionelle Anbaumethoden ohne che- mischen Düngemitteln oder Pestiziden. Der Pfeffer wird häufig in kleinen Betrieben angebaut, in denen die Beeren von Hand geerntet und anschließend verar- beitet werden. Für den roten Kampot Pfeffer werden die Beeren reif geerntet, nämlich dann, wenn sie sich rot am Strauch verfärben. Bei schwarzem Kampot Pfef-
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