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Sogar Autositze werden mit High Tech Materialien entwickelt
W as ist ihre Benchmark? Mit wem arbeiten Sie zusammen oder wer ist direkte Konkurrenz?
Ich sehe mich gar nicht im direkten Vergleich zu anderen Marken.
Denn UYN bringt so viel Innovation, die bei anderen Marken noch nicht angekommen ist. So setze ich beispielsweise sehr stark auf Biotechnologie, das einzig wirklich nachhaltige Produkt in der Funktionsbekleidung. Ebenso investieren wir stark in Frau- en. Es ist ganz einfach: wir müssen Produkte herstellen, die andere nicht herstellen. Wir müssen
keine Merinowolle produzieren, die gibt es bereits.
2019 sind sie erstmalig mit UYN auf der Ispo aufgetreten.
Weshalb haben Sie UYN gegründet?
Ich möchte unbedingt etwas machen, mit dem ich mich in der Jetztzeit sehr gut identifizieren kann. Und meine Antwort ist klar: Ich will die erste und einzige Funktionssportmarke Italiens sein. Dafür muss man investieren, also investiere ich.
Wann hatten Sie die Idee einer neuen Sport Marke?
Das war 2017. Dort gab es die Initialzündung und dann volle Kraft voraus. Außerdem spürt man als Unternehmer, wenn ein Erfolgs Zyklus abnimmt. Für mich war ein Zyklus vorbei und daher musste ein neuer beginnen. Ich sagte mir, dass nach einer Phase von 50/60 Jahren synthetischer Materialien es an der Zeit ist, in die Natur zu gehen und natürliche Materialien zu finden.
Woher kommt der Drang, immer etwas Neues zu entwickeln?
Ich wollte von klein auf etwas erfinden und etwas anders machen. Dabei war ich immer etwas anders in meinem Kopf, definitiv auch anders als meine Eltern. Deshalb war es nicht immer einfach, mit den Eltern zusammen zu arbeiten. Es gab immer nur Feinstrumpfhosen, Fein- strumpfhosen, Feinstrumpfhosen. Aber eines Tages war es soweit und wir haben uns quasi „auf die Socken gemacht“ und haben uns dann auf nahtlose Wäsche konzentriert. Danach, wie gesagt, Kleidung und letztendlich Schuhe. Die alten Maschinen habe ich schnell verkauft. Es war also wie ein fixes Ziel, dass ich vor meinem inneren Auge hatte und dass ich unbedingt erreichen wollte. Ich habe dieses Ziel erreicht!
Abgesehen davon, dass Areas ein Kreativzentrum ist,
was bieten Sie dem Endkunden oder den Marken,
die mit Ihnen kooperieren wollen?
Wenn jemand kommt, der etwas Besonderes will, dann muss er zu Areas. Denn dort hat er die besten Technologien und Entwicklungen. Sonst hat er keine Chance. Denn andere machen in der Regel nur Stan- dard. Wenn man zu einem Designer geht und der eine neue Schuhent- wicklung präsentieren soll, bedeutet dies lediglich ein neues Design. Man macht beispielsweise zwei Streifen statt drei Streifen. Das nennt sich dann Entwicklung. Ich selber kenne keine großen Entwicklungen vonTextilienindenletzten20Jahren.Wirhabenbeispielsweisegerade eine Jacke mit Lotus Effekt entwickelt, die zu 100 % Wasser abweisend ist. Aber wir sind gerade noch bei dem Prototypen. Aber aufgrund un- serer großen technologischen Kompetenz produzieren und entwickeln wir bereits jetzt für zahlreiche große Fashion Brands und andere sehr bekannte Marken.
„ICH WOLLTE VON KLEIN AUF ETWAS ERFINDEN UND ETWAS ANDERS ” MACHEN.
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