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Sind das alles hochspezialisierte Mitarbeiter?
Natürlich haben wir auch hochspezialisierte Mitarbeiter, aber Areas ist vor allen Dingen auch für eine sehr junge Generation, die vielleicht gerade erst das Abitur gemacht hat. Ich erwarte nicht, dass sie sofort die neuen Produkte von morgen entwickeln können, aber sie können sich einbringen. Wenn junge Menschen ihre Köpfe zusammenstecken und etwas entwickeln können, was eventuell in eine Produktion geht, dann hat das eine sehr positive Energie. Ich möchte Ihnen ein Beispiel nennen: zwei junge Mitarbeiter jeweils 25 und 20 Jahre alt haben für uns ein neues Patent entwickelt. Meine erfahrenen Mitarbeiter in der Entwicklung neuer Produkte haben das unterstützt. Es geht dabei um die Produktion eines Langarmshirts, welches normalerweise in drei Teilen gestrickt wird. Ein Teil sind die beiden Arme. Ein weiterer Teil ist der Körper, und der dritte Teil ist der Kragen. Das ist in der Produktion natürlich teuer, denn die Teile müssen ja auch zusammen genäht werden. Die beiden jungen Mitarbeiter haben eine Möglichkeit ent- wickelt, dieses Langarmshirt in einem Stück zu stricken.
Was für ein großartiges Patent. Da können Sie eine Menge Geld sparen.
Ja, das ist eine Revolution und niemand hat vorher überhaupt darüber nachgedacht. Diese beiden jungen Leute haben unsere Produktion deutlich verschlanken können und somit den Gewinn optimiert. Ohne diese jungen Leute wären wir wohl nie darauf gekommen.
Und diese Kreativität wollen Sie mit Areas fördern?
Ich bin überzeugt, dass man auf wirklich gute Ideen nur im Austausch mit anderen Menschen kommt, mit anderen Mentalitäten und deren Denkansätzen, damit aus der Konfrontation und Reibung etwas Neues entsteht. Wirklich gute Ideen entstehen nicht, wenn man alleine vor einem Stück Papier sitzt. Wir haben viel getestet und das Projekt Areas im Internet bekannt ge- macht und unser Thema der Akademie. Es ist sofort sehr gut angekommen. Nach einigen Monaten haben wir bereits Verträge mit der Uni- versität unterzeichnet. So können die Studenten und wir uns gegenseitig befruchten.
Marco, Sie haben so viel Energie.
Was sind die treibenden Kräfte in Ihnen?
Ich denke dabei sehr stark auch über unseren Standort nach, denn wir müssen die Kompeten- zen, die wir hier in Italien aufgebaut haben, ausbauen. Wir dürfen unser Know-how nicht vergessen. Kompetenzen im eigenen Land zu
erhalten ist immens wichtig. Daher ist die Schlüsselfunk- tion von Areas, dass wir im- mer die Besten der Besten international finden wollen, um hier produzieren zu können. Mein Ziel ist, dass UYN die größte Funktions- Sportmarke, die Nummer eins weltweit sein wird. Um das zu erreichen, müssen wir genau das tun, was wir jetzt gerade machen.
  „MAN MUSS ZUSAMMEN- ARBEITEN, UM DIE ZUKUNFT UNSERER PRODUKTE NEU ZU ERFINDEN.”
  























































































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