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Doch nun zurück zum Sportwagen: Der in den ersten beiden Staffeln verwendete Ferrari Daytona Spyder 365 GTS/4 war eine Replik auf der Basis einer Corvette. Mehr ließ das Produktionsbudget zu- nächst nicht zu. Die stolze Automarke aus Maranello wollte das nicht akzeptieren und verklagte die Seri-
enmacher. Schließlich einigten sie sich mit dem Ergebnis, dass Fer- rari zwei neue „Testarossa“-Modelle in schwarz spendierte. Michael Mann bestand darauf, sie weiss zu lackieren, damit sie in Nachtsze- nen stärker zu sehen waren und mit der Farbpalette der Serie besser harmonierten. Und so wurde gleich zu Beginn der dritten Staffel der frühere Fake-Ferrari mit einer Panzerfaust in die Luft gejagt.
Was bleibt: „Miami Vice“ hat nicht nur dem TV-Format Serie eine neue Bedeutung geben, die sie heute durch die großen Strea- ming-Anbieter vollends entfalten kann. Auch Miami hat durch die Serie Aufrieb erhalten. Die Stadt versprüht einen Coolness-Vibe, und zwar nicht nur im Dezember, wenn zur Art Basel Miami Beach das globale Kunstvolk anreist. Keine Frage, dass inmitten der Art-dé- co-Kulisse bei tropischem Sonnenschein eine Farbstimmung beson- ders gut zur Geltung kommt, die aus der heutigen Männermode
nicht mehr wegzudenken ist: Pastell.

