Page 231 - Q The Magazine FlipBook
P. 231
„Egal wie schön
wir das Innere “ des Hotels gestalten,
das Draussen wird Wimmer schöner sein.
Was ist es, das Sie hier so sehr lieben?
Es ist eine ganz andere Lebensweise und andere Lebensqualität als in New York. Natürlich lieben wir auch das italienische Essen und den Vino. Aber Italien bietet fürs Business auch exzellente Fachkräfte.
Sie sind in Venezuela geboren, wohin ging es von
dort aus für Sie?
1993 ging es für mich zum Studium nach Frankreich, danach lebte ich 4 Jahre in Brasilien, und dann ging es weiter in die United States. Ich denke, wenn es um den Erfolg im Business geht, dann sind die USA in jungen Jahren the place to be.
Ist das Sereno und die Villa Pliniana Ihr erstes
Hotel Projekt?
Die erste Familien-Hotelkette wurde einst von meinen Vater in Mi- ami gegründet, allerdings nicht mit 5 Sterne Fokus, sondern konsu- miger. Mein erstes Hotel war Le Sereno in St. Barth 2017, und dann mein absolutes Traumprojekt mit dem Sereno und der Villa Pliniana am Lago di Como.
Was bewegte Sie dazu, das Sereno zu entwickeln und
die Villa Pliniana zu erwerben?
Nachdem wir in St. Barth das Projekt erfolgreich abgeschlossen hatten, sahen wir unser Potenzial in Italien und zwar genau hier, am Lago di Como. Wir hatten durch St Barth ein erprobtes Team und so die beste Basis, um ein neues Projekt anzugehen. Ich traf in meinem Hotel in St Barth kurze Zeit nach Eröffnung ein Architektenpaar welches Sereno- Fans waren. Wir kamen ins Gespräch und ich erzählte ihnen von meiner Idee, ein Projekt in Italien am Logo di Como anzugehen. Nun ja, so kamen sie in mein Leben und ich dachte, ich sehe sie nie wieder. Doch zwei Jahre später klingelte mein Telefon: „ Hi Louis hier ist Maria ...“ Sie waren dran und erzählten von einem Objekt, welches ein Bekannter des Freundes von deren Bekannte ... usw. anzubieten hat. Zwei Wochen später war ich hier.
Haben Sie das Potential des Hotels gleich gesehen?
Vom ersten Tag, als ich hier ankam, war ich in die Villa Pliniana und den Standort des Serenos sowie den Ort als solches verliebt. Ich sah gleich ihr Potential und wir entschieden uns für ein minimalistisches Design. Dazu holten wir uns Patirica Urquiola. Ihre feminine, weiche Art des Designs harmoniert perfekt im Sereno wie auch in der Villa Pliniana. Die Idee war, alles transparent zu gestalten, und in jedem Raum sollte der Blick auf den Comer See im Fokus stehen. Im Sereno sind lediglich die Grundmauern und die Grundstruktur des alten Bootshauses stehen geblieben und so sage ich häufig, im Sereno sind Steine verbaut, die sind 200 Jahre alt und andere eben nur sieben Jahre alt.
Patrick Blanc, ein Freund, sagte bei einem Besuch einmal: „Alles ist vertikal und alles ist grün ...“ er war die erste Person, die ich anrief und ich sagte: „Ich weiß nicht, was ich tue, und ich weiss nicht, was es wird, aber ich will mit dir zusammen arbeiten.“ So begannen wir im Sereno mit der Gestaltung der Grünanlagen, weit bevor alles andere festgelegt wurde. Die Gärten des Hotels sind wirklich sehr besonders.
Kannten Sie Patricia Urquiola bereits zuvor?
Nein, wir waren uns zwar ein paar mal begegnet doch hatten wir nie einen weiteren Wort Wechsel außer ein „Hallo“. Als wir nach einem Designer für die Villa suchten schauten wir uns die Liste der top Designer in Milano an. Und so kam es, dass wir nach dem Anruf mit Patricia keinen weiteren Designer mehr anriefen. Sie war genau die richtige.
>
231

