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 Für die Brost-Stiftung, die das Projekt ins Leben gerufen hat, sind solche Impulse in einer gespaltenen Welt von großer Bedeutung. Dabei ist die Wahl des Bayrischen National- museums als Auftaktstation kein Zufall. Denn mit der einzigartigen Sammlung europäischer Kunstgeschichte schafft das Museum den perfekten Rahmen für diese Werke, welche Vergan- genes und Gegenwärtiges verbinden. Dieter Nuhr reist nicht touristisch um die Welt, um diese zu sehen, sondern vielmehr, um sie zu verstehen. Diese innere Haltung wird sichtbar in seinen Fotografien. Die Weite der sudanesischen Wüste oder die satten Farben Thailands – jedes Motiv erzählt eine Geschichte durch die Augen des Künstlers. Dies beeindruckt auch promi- nente Gäste, wie Schauspieler Michael Guillaume und Sängerin Anna-Maria Kaufmann „Es ist beeindruckend, wie Nuhr es schafft, die Welt so nah und doch so fern erscheinen zu lassen.“
Denn „Woanders“ ist keiner geographischen Kategorie zuzuordnen, sondern eine Frage der Perspektive. Die Ausstellung war bis zum 8. Dezember 2024 im Bayrischen Nationalmu- seum zu sehen und markiert die zweite Station einer weltweiten Tournee, die bis 2028 renom- mierte Museen auf mehreren Kontinenten ansteuern wird. Mit diesem Projekt wird nicht nur Dieter Nuhrs Kunst, sondern auch der Anspruch der Brost-Stiftung erlebbar, kulturelle Räume zu schaffen, den Dialog zu fördern und neue Perspektiven zu eröffnen.
Wer bereit ist, den Blick über den Tellerrand zu wagen, sollte sich Nuhr nicht entgehen lassen. Denn wo immer auch „Woanders“ ist – es bleibt eine Begegnung.
Die faszinierenden Bilder gehen auf Wanderschaft und feierten bereits einen brillianten Start in der Münchner Ausstellung
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